Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Seit 1995 gibt es das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", mehr als 2300 Schulen in Deutschland gehören mittlerweile dazu (Stand April 2017) - die JCS nun seit 2014.

Die Idee dazu entstand damals aus der Interkulturellen Schwerpunktklasse, der damaligen 10a. Ausgehend von interkulturellen Projekten, in denen sich die Schüler und Schülerinnen mit anderen Kulturen beschäftigten, entstand die Frage, wie es denn mit dem Miteinander an unserer Schule aussieht.

Zur offiziellen Anerkennung gehört, dass mindestens 70% der Menschen an einer Schule (Schüler*innen, Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen wie Sekretärinnen und Hausmeister) die Selbstverpflichtung unterschreiben.

Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.

  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

An der JCS waren das 82%! Anlässlich der Verleihung gab es eine Anti-Rassismus-Woche mit mehreren Aktionen. Die spektakulärste war wohl ein gespielter rassistischer Vorfall in der Mensa, bei dem ein schwarzer Schüler regelrecht bepöbelt wurde. Die Umstehenden reagierten sofort - der weiße Schüler musste geschützt werden! Geblieben ist zudem ein Treppenaufgang im Altbau, auf dem Schüler*innen aus allen Klassen Sprüche gegen Rassismus verewigt haben.

Der Höhepunkt war die offizielle Verleihung des Titels am 19.Juni 2014 mit Vertretern von der Organisation Schule ohne Rassismus, der Stadt und unserem Paten Björn Beton von Fettes Brot.

Seitdem finden mindestens einmal im Jahr Aktionen statt, die die Haltung gegen Rassismus zum Ausdruck bringen. Dazu gehören Ausstellungen wie dieses Jahr zum Thema IS, Aktionen wie der Red Hand Day gegen Kindersoldaten - beides Projekte von interkulturellen Schwerpunktklassen - oder das Projekt #Nichtegal des WiPoprofils 11. Aber wir sind auch immer auf der Suche nach neuen Ideen. Zur Zeit beschäftigt sich eine Gruppe von Schüler*innen aus der 11b damit - Ansprechpartner*innen findet ihr dort oder bei den begleitenden Lehrkräften Frau Antona-Müller und Herr Immer.