Begabtenförderung an der JCS

Seit Mai 2011 nehmen wir am Förderprogramm „ShiB - Schule inklusive Begabtenförderung“ teil.

Die Teilnahme an dem Förderprogramm hat bei uns an der Schule dazu geführt, dass wir den Blick mehr auf die Stärken der Schüler/innen richten. Wir wollen die Stärken stärken und die Schwächen schwächen. Enrichment steht für anreicherndes Lernen. Dabei geht es nicht primär um ein MEHR sondern eher um ein ANDERS.

Zielgruppe für das Förderprogramm SHiB / (Enrichment) sind aber in erster Linie die Schüler/innen, denen die Klassenlehrer/innen zutrauen, dass sie sich von Zeit zu Zeit parallel zum normalen Unterricht Herausforderungen stellen können. Es sind in der Regel Schüler/innen mit besonderen Begabungen oder hochbegabte Schüler/innen oder besonders interessierte Schüler/innen mit einer hohen Lernmotivation und guten Auffassungsgabe.

Im April 2012 haben wir mit drei Informationsveranstaltungen zum Thema „Hochbegabung“ mit Frau Johansson als Referentin Schüler/innen Eltern und Lehrkräfte informiert. Im Anschluss gab es drei Workshops für interessierte Schüler/innen zum Thema „Kreative Lerntechniken“. Seitdem ging es auf zwei Schulentwicklungstagen und in den Lehrerkonferenzen und geht es vor allem auf  jeder Klassenkonferenz um das Thema Enrichment. Ein aktiver Arbeitskreis Enrichment sowie ein Gesprächskreis engagierter Eltern unter der Leitung Frau Richters und ein tolles Schülerpatenteam (s.u.) sind dafür verantwortlich, dass das Thema "Lernen mit unterschiedlichen Begabungen" bei uns im Schulalltag gelebt wird. 

Ein weiterer Baustein der Begabtenförderung neben den internen Angeboten sind die Lernverträge. Die Schulkonferenz hat im Herbst 2011 beschlossen, dass jede/r Schüler/in, der an der Begabtenförderung teilnimmt, mit Lehrkräften einen Lernvertrag abschließen kann. Darin wird festgelegt, wer wann an einem eigenen Thema, einer so genannten Forscherfrage arbeitet, u.a. parallel zur Unterrichtszeit zum Beispiel im Forum. - Es gibt das Drehtürmodell z.B. in Englisch: Besonders begabte Schüler/innen besuchen den Englischunterricht einer höheren Klassenstufe. - Begabte Schüler/innen werden zur Teilnahme an Wettbewerben wie Big Challenge oder Känguru der Mathematik motiviert. - Es gibt für Oberstufenschüler/innen eine enge Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg (u.a. Teilnahme interessierter Schüler/innen an der Modellierungswoche der Mathematik oder Teilnahme am Juniorstudium). 


Ein besonders wichtiger Baustein der Begabtenförderung an unserer Schule ist die so genannte Schülerpatenarbeit. 

Acht Schüler*innen der Jg. 9-13 bilden zurzeit unser Schülerpatenteam. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt zudem die Nachwuchsförderung, indem Ausbildungsveranstaltungen für Schülerpaten jährlich angeboten werden. Auch unsere Paten haben an diesem Programm teilgenommen und suchen nach weiteren Unterstützern, die sich im nächsten Jahr ausbilden lassen möchten und dann das Team unterstützen. 

Abgesehen von einer alljährlichen Informationsveranstaltung, die von den Schülerpaten mitgestaltet wird, stehen sie auch für Besuche im Klassenrat zur Verfügung, um über sich und die Begabtenförderung an der Schule zu informieren. Auch organisieren sie kleine Turniere oder Quizveranstaltungen. Sie treffen sich eigenverantwortlich oder begleitet durch die betreuenden Lehrerinnen Frau Fiedler ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und Frau Burgdorf ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) regelmäßig im Schülerpatenraum im Altbau (Raum 107). Dort können alle interessierten Schüler/innen mit ihnen klönen und knobeln.       

Zu den Paten gehören:

  •         Linus Ossmann ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Rica Krull ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Nelly Gbandi ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Tom Schreiber ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Larissa Willhöft ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Marek Hitz ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Leandra Heussmann ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
  • Leonie Klass ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Gemeinschaftlich zu erreichen sind die Schülerpaten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Bei uns an der Schule gibt es zurzeit sieben interne Enrichmentangebote:

 

Intern bedeutet, dass Schüler*innen zu wechselnden Zeiten z.T. parallel zur Unterrichtszeit diese Kurse besuchen.

Einen kleinen Eindruck in die verschiedenen Angebote bieten folgende Beiträge:

 

    1.  die AG „Raus mit der Sprache“ von Frau Rieck,
    2.  den „Debattierclub“ unter Leitung von Nils Helge Himmelreich aus dem Wipoprofil 13. Jg. und Herrn Immer. Zielgruppe Jg. 8-12,
    3.  die Robotik-AG in Zusammenarbeit mit der TU Harburg für Jg. 6-8
    4.  die Philo AG „Denken ohne Grenzen“ von Frau Burgdorf
    5.  die Bili AG von Frau Kamp in Jg.7 (Bilingualer Unterricht)
    6.  die Kunst AG von Frau Kock
    7.  die AG "Programmieren mit dem Arduino" von Schüler Linus Ossmann und Carl van Vliet.

 

1) "Raus mit der Sprache"

Die AG "Raus mit der Sprache" trifft sich in der Regel einmal in der Woche, um kreativ zu sein mit unterschiedlichen Schreibaufgaben und -spielen, um Texte zu besprechen und zu überarbeiten. Einige der Mitglieder (ab Klasse 7) haben bereits erfolgreich mit eigenen Texten an einem Poetry Slam teilgenommen, andere beteiligen sich am Bundeswettbewerb Treffen junger Autoren in Berlin. Aktuell betreiben wir Webcamschreiben nach einer Anregung von Hanns Josef Ortheil.

2) Der Debattierclub

Die Idee: Seit mehreren Jahren gibt es an der Johann-Comenius-Schule einen Debattierclub. Initiator des Clubs war Karsten, ein Schüler des WiPo-Profils des Abiturjahrgangs 2012. Seine Idee hat hohen Anklang bei den Schülerinnen und Schülern gefunden.

Alle 15 Tage treffen sich nun bis zu 15 Leute, um über aktuelle Themen zu diskutieren und zu lernen, möglichst überzeugend vor Publikum zu sprechen. Bei den ersten Treffen des Clubs stand im Vordergrund, die Strukturen und Tricks einer guten Debatte kennenzulernen. Es wurde geübt, ein Anfangs- sowie ein Schlussplädoyer zu halten. Mittlerweile finden diese gelernten Techniken Anwendung bei lebendigen Debatten. Eine solche Debatte hat stets den gleichen Aufbau: Für jedes Thema gibt es sowohl zwei Fürsprecher als auch zwei Redner, die Gegenargumente anbringen. Zunächst wird die allgemeine Meinung zum Thema erfragt. Anschließend halten beide Parteien ihr Anfangsplädoyer, woraufhin eine offene Diskussion im Plenum erfolgt. Nach dieser Diskussionsrunde halten beide Parteien ihr Schlussplädoyer. Als Abschluss der Debatte wird nochmals das Plenum zu seiner Meinung befragt. So können die Redner sehen, ob es ihnen gelungen ist, die Zuhörer von ihrer Meinung zu überzeugen.

Themen dieser Diskussionen sind z.B. die Einführung einer Berufsarmee, eine Abschaffung von Facebook, die Wiedereinführung der D-Mark oder die staatliche Unterstützung von erneuerbaren Energien. Der Debattierclub ermöglicht es uns, viel zu lernen und uns über politische und gesellschaftliche Themen auszutauschen. Wir hoffen, dass der Club noch lange bestehen bleibt, sodass auch andere die Chance bekommen, das Debattieren zu erlernen. Mitglied werden? Dem Debattierclub gehören aber keineswegs nur Oberstufenschüler an - Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse nehmen an den Debatten teil. Zurzeit wird er von Nils Helge, Wipoprofil 13, geleitet.

3) Die Robotik-AG

Ein Auto aus Legosteinen zusammenbauen - kinderleicht. Das Auto dazu bringen, dass es selbstständig einen festlegten Kurs abfährt - schon schwieriger. Wie es geht, bringt Elektrotechnik-Student Mads Krohn von der TH Harburg den Teilnehmern des Robotik-Kurses bei. Die Schüler der Klassenstufen sechs bis acht treffen sich zwischen den Herbst- und Osterferien alle 14 Tage mit Mads Krohn und tüfteln sowohl an Mechanik und Elektronik ihrer kleinen Robote als auch an der Software. Im Mai besuchen einige Schüler/innen - inzwischen regelmäßig - den Tag der offenen Tür an der TU Harburg. Dort erhalten die Schüler/innen u.a. neueste Informationen zum Entwicklungsstand von so genannten Mondfahrzeugen oder testen ihr Wissen bei „Wer wird Ingenieur?“.

 

4) Die Philo-AG "Denken ohne Grenzen"

Fragen stellen, Zweifel säen, Auswege suchen, Dilemmata diskutieren - im zwei Wochen Takt (90 Minuten) trifft sich eine kleine Gruppe interessierter Schüler*innen (derzeit aus den Jahrgängen 9 und 10), um das Geschehen in unserer Welt kritisch zu hinterfragen. Die Probleme, die hierbei in den Fokus gerückt werden, sucht der Kurs sich selbst aus - Grenzen sind dabei nicht gesetzt! Kursleiterin Frau Burgdorf ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

5) Die Bili-AG

Seit  dem Schuljahr 2013/14 bietet die JCS bilingualen Unterricht für sprachbegabte Schüler/innen des 7. Jahrgangs im Rahmen des SHiB-Programms für Weltkunde an. Schwerpunkt ist dabei das Mittelalter, das in englischer Sprache projektartig erarbeitet wird. Aktuell leitet Frau Kamp diese AG.

6) Die Kunst-AG

Die Enrichment Kunst-AG "Gießeramik" findet wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten statt und richtet sich an Schüler mit besonderem Gestaltungsinteresse. Gießkeramik ist eine der wenigen Techniken, mit der man in der Schule einen industriellen Entwurfs- und Herstellungsprozess praktisch nachvollziehen kann. Zur Zeit entwerfen die Schüler über Entwurfszeichnung, Kartonmodell und Schablonendrehgerät Rohlinge für Gipsgießformen, die dann mit Gießmasse (Ton) ausgefüllt werden. So lässt sich eine x-beliebige Anzahl von z.B. Tassen herstellen. 

Im zweiten Halbjahr ist ein offenes Projekt in einem individuell wählbaren Lernfeld geplant.

7)Programmieren mit dem Arduino

In dem Kurs werden wir mit einem Arduino (einem kleinen Micro Controller zur Ansteuerung von z.B. Motoren) ein kleines Auto bauen und Programmieren, lernen was zu beachten ist und wie es funktioniert.